Mein Praktikum an der DSND Erik Vollbrecht

Aktuelles

25-01-2026

Als sich die Idee verfestigte, dass ich mein Praxissemester gerne im Ausland verbringen wollte, muss ich gestehen, dass Indien – und insbesondere Neu-Delhi – nicht an der ersten Stelle meiner Liste an Traumzielen stand. Sicherlich spannend, aber zu weit weg und irgendwie fehlte mir auch die Vorstellung vom Leben in der Megametropole. Erst eine gute Freundin, die ihrerseits lange als Schülerin an der DSND war, konnte mir ins Gewissen reden, doch eine Bewerbung nach Indien abzuschicken. Zum Glück muss ich nun sagen.

Das Schulhalbjahr, welches ich hier verbringen durfte, war von einer Vielzahl an neuen Eindrücken geprägt. Sowohl war man einerseits außerschulisch mit Neu-Delhi und all seinen Eigenarten konfrontiert. Andererseits war die Schule in ihrer familiären Atmosphäre eine willkommene Abwechslung zu den vollen Klassenzimmern und anonymen Kollegien, die man in Deutschland zuweilen antrifft. So schlängelt man sich mit einem Tuk-Tuk durch hektische Straßen, die auf drei Spuren Platz für offensichtlich 5 Autos bietet, um fast zu spät zu kommen, weil gerade eine Kuh entschieden hat, ihr Frühstück auf der Straße zu essen. Dann doch noch pünktlich in der Schule angekommen, erwartet einen dann das Kontrastprogramm mit kleinen Klassen, engagierten Lernenden und einem super lieben und zuvorkommenden Kollegium.

Das Betreuungskonzept für Praktikanten ist an der DSND hervorragend. Eigene Vorstellungen sowie Vorstellungen der Schule werden hier zu einem Plan verwoben, der sowohl die eventuellen universitären Anforderungen erfüllt als auch den Vorstellungen der Schule entspricht. Dabei bleibt immer etwas Zeit für eigene Schwerpunktsetzungen und Neigungen. Ich kann allen zukünftigen Praktikanten nur empfehlen, alle Stationen der DSND im Verlauf des Praktikums zu durchlaufen und sich so ein Bild von einer Institution zu verschaffen, welche ihr in Deutschland wahrscheinlich so nicht ein zweites Mal finden werdet.

Auch außerhalb der Schule hat Indien und insbesondere Delhi viel zu bieten. Egal ob im Museum, Theater oder Kino, beim Erkunden des Nachtlebens oder beim Wandern im nahegelegenen Himalaya, kommt man immer auf seine Kosten. Auch nach 5 Monaten habe ich das Gefühl, nur einen Bruchteil von Indien gesehen zu haben und hätte mir gerne mehr Zeit gewünscht. (Dieses Gefühl wird man aber wahrscheinlich nie los, unabhängig von der Dauer des Aufenthalts)

Zum Abschluss möchte ich mich noch bei all meinen Kolleg*innen, Mentorinnen und Schüler*innen dafür bedanken, dass ihr meine Zeit hier unvergesslich gemacht habt.